Ein paar Tage lang bleibt das Wetter noch freundlich, dann rauschen die Temperaturen in die Tiefe. Eine Kaltfront fräst sich durchs Land – und bringt Schnee und Frost.
Meteorologe kündigt ersten Schnee an "Damit kippt die Großwetterlage komplett"
Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.
Ein paar Tage lang bleibt das Wetter noch freundlich, dann rauschen die Temperaturen in die Tiefe. Eine Kaltfront fräst sich durchs Land – und bringt Schnee und Frost.
Der außergewöhnlich warme Altweibersommer 2026 neigt sich dem Ende entgegen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ab Mittwochabend zunehmend aufkommende Schauer und vereinzelte Gewitter. Eine Kaltfront rauscht heran.
Das bisher wetterbestimmende Hoch weiche auf den Atlantik aus, erklärt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung die Situation t-online auf Anfrage. Während ein kräftiges Tief über Skandinavien liege, stoße genau in die Lücke eine Nordwestströmung, die polare Kaltluft bis an die Alpen schaufele.
Temperaturen wie seit 45 Jahren nicht mehr: Der Bodensee wird zur Badewanne
"Damit kippt die Großwetterlage komplett", meint Jung. Seine Prognose: in der Nacht zum Donnerstag Regen und teils stürmischer Wind im Norden, auf den Bergen auch Sturmböen.
Meteorologe kündigt "Aprilwetter im Oktober" an – mit Schnee
Der Temperatursturz wird kräftig. Von den 25 Grad, die der DWD noch für den Mittwoch als Maximum ansagt, geht es Jung zufolge über 10 bis 15 Grad am Donnerstag auf regional nur noch 8 bis 12 Grad am Freitag hinunter. Hinzu kommt dem Meteorologen zufolge, dass es sich durch den kräftigen Nordwestwind noch deutlich kälter anfühle.
Nach dem Durchzug der Kaltfront werde es "typisch rückseitig", teilt der Experte weiter mit. Jung erwartet einen Mix aus Sonne, Wolken und kräftigen Schauern, vereinzelt seien auch kurze Graupelgewitter möglich: "Aprilwetter im Oktober, wenn Sie so wollen."
Hier erwartet Jung 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee
Und wie zum typischen Aprilwetter auch immer eine Prise Schnee gehört, so erwartet der Wetterexperte diese Woche ebenfalls ein paar Flocken. Der erste Schnee sei "sehr wahrscheinlich", meint Jung. Allerdings erst einmal nur in den Bergen, nicht im Flachland. Am Alpenrand sinke die Schneefallgrenze bis zum Wochenende auf etwa 1.000 Meter. Es handle sich damit um "die erste richtige Neuschneeauflage bis in mittlere Lagen der Saison".
Der Meteorologe sagt: "Im Allgäu, im Berchtesgadener Land und rund um die Zugspitze kommt eine echte Schneedecke zusammen. Ganz oben sind 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee drin."
"Nach den warmen Tagen wirkt der Kontrast natürlich enorm"
Die höchsten Mittelgebirge werden Jung zufolge ebenfalls leicht überzuckert: Auf den Gipfeln des Feldbergs im Schwarzwald, des Großen Arbers im Bayerischen Wald und des Fichtelbergs im Erzgebirge könne es inmitten von Schauern kurz weiß werden. In den Städten und im Flachland schneie es dagegen nicht. Jung ist sich sicher: "Dort bleibt es bei kaltem Regen und Graupel."
Eine Sensation sei so eine Wetterlage für Anfang Oktober nicht. "Aber nach den warmen Tagen wirkt der Kontrast natürlich enorm."
Frostschock am Wochenende: "Spätestens am Samstag handeln"
Und es wird noch kälter: Etwa ab Sonntag schiebt sich laut Jung Hochdruck heran. Das heißt: Der Wind lässt nach, der Himmel klart auf – und die Kaltluft kann nachts ungebremst auskühlen. Verbreitet sind demnach dann minus 1 bis minus 4 Grad möglich. Damit der Frostschock keinen Schaden anrichtet, rät der Meteorologe: "Eiskratzer raus, empfindliche Kübelpflanzen rein, und wer noch Dahlien oder Geranien draußen hat, sollte spätestens am Samstag handeln."
Das klingt schon sehr winterlich. Aber für alle, die auf einen goldenen Oktober gehofft hatten, hat Jung auch noch eine gute Nachricht parat: Ab Mitte der kommenden Woche dreht die Strömung wieder auf West, tagsüber seien dann noch einmal 14 bis 17 Grad möglich.
Alpen-Gipfel zerreißt: Großer Felsabbruch am Hochvogel hat wohl begonnen
Job auf dem Oktoberfest: Junge Frau erzählt von Wiesn-Zeit: "Nur geweint"
100 Menschen in Tumult: Schwangere wird angehupt – dann eskaliert die Situation
Die Sommerwärme der vergangenen Tage ist laut Jung für dieses Jahr allerdings endgültig Geschichte. Seine Ansage lautet: "Die Nächte bleiben lang und kalt, Nebel und Bodenfrost werden uns ab jetzt regelmäßig begleiten."
Anfrage an den Diplom-Meteorologen Dominik Jung
dwd.de: Vorhersage für Deutschland des Deutschen Wetterdienstes, abgerufen am 5. Oktober 2026
Meteorologe kündigt ersten Schnee an "Damit kippt die Großwetterlage komplett"
Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.
Ein paar Tage lang bleibt das Wetter noch freundlich, dann rauschen die Temperaturen in die Tiefe. Eine Kaltfront fräst sich durchs Land – und bringt Schnee und Frost.
Der außergewöhnlich warme Altweibersommer 2026 neigt sich dem Ende entgegen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ab Mittwochabend zunehmend aufkommende Schauer und vereinzelte Gewitter. Eine Kaltfront rauscht heran.
Das bisher wetterbestimmende Hoch weiche auf den Atlantik aus, erklärt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung die Situation t-online auf Anfrage. Während ein kräftiges Tief über Skandinavien liege, stoße genau in die Lücke eine Nordwestströmung, die polare Kaltluft bis an die Alpen schaufele.
Temperaturen wie seit 45 Jahren nicht mehr: Der Bodensee wird zur Badewanne
"Damit kippt die Großwetterlage komplett", meint Jung. Seine Prognose: in der Nacht zum Donnerstag Regen und teils stürmischer Wind im Norden, auf den Bergen auch Sturmböen.
Meteorologe kündigt "Aprilwetter im Oktober" an – mit Schnee
Der Temperatursturz wird kräftig. Von den 25 Grad, die der DWD noch für den Mittwoch als Maximum ansagt, geht es Jung zufolge über 10 bis 15 Grad am Donnerstag auf regional nur noch 8 bis 12 Grad am Freitag hinunter. Hinzu kommt dem Meteorologen zufolge, dass es sich durch den kräftigen Nordwestwind noch deutlich kälter anfühle.
Nach dem Durchzug der Kaltfront werde es "typisch rückseitig", teilt der Experte weiter mit. Jung erwartet einen Mix aus Sonne, Wolken und kräftigen Schauern, vereinzelt seien auch kurze Graupelgewitter möglich: "Aprilwetter im Oktober, wenn Sie so wollen."
Hier erwartet Jung 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee
Und wie zum typischen Aprilwetter auch immer eine Prise Schnee gehört, so erwartet der Wetterexperte diese Woche ebenfalls ein paar Flocken. Der erste Schnee sei "sehr wahrscheinlich", meint Jung. Allerdings erst einmal nur in den Bergen, nicht im Flachland. Am Alpenrand sinke die Schneefallgrenze bis zum Wochenende auf etwa 1.000 Meter. Es handle sich damit um "die erste richtige Neuschneeauflage bis in mittlere Lagen der Saison".
Der Meteorologe sagt: "Im Allgäu, im Berchtesgadener Land und rund um die Zugspitze kommt eine echte Schneedecke zusammen. Ganz oben sind 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee drin."
"Nach den warmen Tagen wirkt der Kontrast natürlich enorm"
Die höchsten Mittelgebirge werden Jung zufolge ebenfalls leicht überzuckert: Auf den Gipfeln des Feldbergs im Schwarzwald, des Großen Arbers im Bayerischen Wald und des Fichtelbergs im Erzgebirge könne es inmitten von Schauern kurz weiß werden. In den Städten und im Flachland schneie es dagegen nicht. Jung ist sich sicher: "Dort bleibt es bei kaltem Regen und Graupel."
Eine Sensation sei so eine Wetterlage für Anfang Oktober nicht. "Aber nach den warmen Tagen wirkt der Kontrast natürlich enorm."
Frostschock am Wochenende: "Spätestens am Samstag handeln"
Und es wird noch kälter: Etwa ab Sonntag schiebt sich laut Jung Hochdruck heran. Das heißt: Der Wind lässt nach, der Himmel klart auf – und die Kaltluft kann nachts ungebremst auskühlen. Verbreitet sind demnach dann minus 1 bis minus 4 Grad möglich. Damit der Frostschock keinen Schaden anrichtet, rät der Meteorologe: "Eiskratzer raus, empfindliche Kübelpflanzen rein, und wer noch Dahlien oder Geranien draußen hat, sollte spätestens am Samstag handeln."
Das klingt schon sehr winterlich. Aber für alle, die auf einen goldenen Oktober gehofft hatten, hat Jung auch noch eine gute Nachricht parat: Ab Mitte der kommenden Woche dreht die Strömung wieder auf West, tagsüber seien dann noch einmal 14 bis 17 Grad möglich.
Alpen-Gipfel zerreißt: Großer Felsabbruch am Hochvogel hat wohl begonnen
Job auf dem Oktoberfest: Junge Frau erzählt von Wiesn-Zeit: "Nur geweint"
100 Menschen in Tumult: Schwangere wird angehupt – dann eskaliert die Situation
Die Sommerwärme der vergangenen Tage ist laut Jung für dieses Jahr allerdings endgültig Geschichte. Seine Ansage lautet: "Die Nächte bleiben lang und kalt, Nebel und Bodenfrost werden uns ab jetzt regelmäßig begleiten."
Anfrage an den Diplom-Meteorologen Dominik Jung
dwd.de: Vorhersage für Deutschland des Deutschen Wetterdienstes, abgerufen am 5. Oktober 2026
Bildrechte: Matti Hartmann
Quelle: t-online Panorama · Originalartikel













