Der Atemwegsinfekt scheint überstanden, doch manche Beschwerden bleiben. Eine Studie zeigt, wie häufig solche Langzeitfolgen sind.
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Der Atemwegsinfekt scheint überstanden, doch manche Beschwerden bleiben. Eine Studie zeigt, wie häufig solche Langzeitfolgen sind.
Halten Beschwerden länger als zwölf Wochen nach einer Infektion an, sprechen Fachleute von einem postakuten Infektionssyndrom (PAIS). Bekannt ist das vor allem durch Long Covid. Das Phänomen kann jedoch auch nach anderen Atemwegsinfektionen auftreten – etwa nach einer echten Grippe (Influenza) oder nach Infektionen mit dem RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus).
Wie oft solche länger anhaltenden Symptome vorkommen, hat nun ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Halle untersucht. Jonas Frost, Erstautor der Studie, erklärt: "Bisher fehlten Daten dazu, wie häufig PAIS in der Allgemeinbevölkerung nach der Corona-Pandemie auftritt, welche Beschwerden dabei auftreten und in welchem Umfang Betroffene medizinische Versorgung in Anspruch nehmen."
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Die Wissenschaftler werteten dazu Angaben von fast 47.000 Menschen aus der bundesweiten DigiHero-Studie aus. Die Teilnehmer gaben im September 2025 rückblickend Auskunft über Infektionen in den zurückliegenden zwölf Monaten.
48 Prozent hatten in dieser Zeit mindestens einen Atemwegsinfekt. Von diesen berichteten rund 4.300 – also 19 Prozent – über Beschwerden, die mindestens zwölf Wochen anhielten. Nach einer weiteren Einordnung der Angaben schätzen die Studienautoren das Risiko für ein PAIS auf 16 Prozent. Mit zunehmendem Alter stieg der Anteil: Bei den 20- bis 29-Jährigen lag er bei 13 Prozent, bei den 60- bis 69-Jährigen bei 21 Prozent.
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Die Symptome ähnelten sich dabei weitgehend, unabhängig davon, welcher Erreger die Infektion ausgelöst hatte. Besonders häufig waren eine geringere körperliche Belastbarkeit, schnelle Erschöpfung, weniger Energie und Atemnot. Fast 90 Prozent der Betroffenen gaben an, dass die Beschwerden ihren Alltag mäßig bis sehr stark beeinträchtigten.
Insbesondere nach einer Corona-Infektion und einer echten Grippe zeigten sich ähnliche Beschwerdebilder. Die Dauer der Symptome war ebenfalls vergleichbar. Innerhalb von zwölf Monaten waren nur rund 17 Prozent der Betroffenen wieder vollständig genesen – bei der großen Mehrheit hielten die Beschwerden länger als ein Jahr an.
58 Prozent der potenziell Betroffenen suchten wegen ihrer Symptome medizinische Hilfe. Davon erhielten 82 Prozent eine Behandlung. Welche genau, erfasste die Studie nicht.
"Unsere Analyse zeigt, dass PAIS ein relativ häufiges und klinisch relevantes Phänomen nach Atemwegsinfektionen ist und dabei nicht auf einen bestimmten Erreger beschränkt ist", sagt Friederike Peter, Co-Erstautorin der Studie.
Die Ergebnisse sind allerdings mit gewissen Unsicherheiten verbunden. Etwa machten die Teilnehmer zu ihren Infektionen und Symptomen rückblickend eigene Angaben. Schwerere Erkrankungen könnten deshalb stärker in Erinnerung geblieben sein. Auch Menschen mit länger anhaltenden Beschwerden könnten sich eher an eine zurückliegende Infektion erinnert haben.
Zudem wurde lediglich erfasst, ob mindestens eine Atemwegsinfektion aufgetreten war. Mehrere Infektionen innerhalb des Untersuchungszeitraums konnten damit nicht vollständig berücksichtigt werden.
Dennoch macht die Studie deutlich, dass PAIS kein Randphänomen Einzelner ist. "Von ausgeprägter Erschöpfung und geringer körperlicher Belastbarkeit bis hin zu Atemnot gibt es eine Vielzahl von Symptomen, die bei PAIS auftreten können. Die Beschwerden sind medizinisch oft schwer einzuordnen und entsprechend schwierig zu behandeln", erklärt Studienleiter Rafael Mikolajczyk.
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Weitere Studien sollen nun dazu beitragen, PAIS nach verschiedenen Atemwegsinfektionen besser zu verstehen und wirksame Behandlungsstrategien für Betroffene zu entwickeln.
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Wie oft solche länger anhaltenden Symptome vorkommen, hat nun ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Halle untersucht. Jonas Frost, Erstautor der Studie, erklärt: "Bisher fehlten Daten dazu, wie häufig PAIS in der Allgemeinbevölkerung nach der Corona-Pandemie auftritt, welche Beschwerden dabei auftreten und in welchem Umfang Betroffene medizinische Versorgung in Anspruch nehmen."
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Zudem wurde lediglich erfasst, ob mindestens eine Atemwegsinfektion aufgetreten war. Mehrere Infektionen innerhalb des Untersuchungszeitraums konnten damit nicht vollständig berücksichtigt werden.
Dennoch macht die Studie deutlich, dass PAIS kein Randphänomen Einzelner ist. "Von ausgeprägter Erschöpfung und geringer körperlicher Belastbarkeit bis hin zu Atemnot gibt es eine Vielzahl von Symptomen, die bei PAIS auftreten können. Die Beschwerden sind medizinisch oft schwer einzuordnen und entsprechend schwierig zu behandeln", erklärt Studienleiter Rafael Mikolajczyk.
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Quelle: t-online Gesundheit · Originalartikel














