SpaceX hat sich seit Wochen auf diesen Tag vorbereitet. Zum 14. Mal ist die Riesenrakete Starship gestartet und sollte gleich zwei große Ziele erreichen. Nicht alles wurde erreicht.
Starship-Testflug Musks Riesenrakete erreicht Meilenstein – mit Abstrichen
SpaceX hat sich seit Wochen auf diesen Tag vorbereitet. Zum 14. Mal ist die Riesenrakete Starship gestartet und sollte gleich zwei große Ziele erreichen. Nicht alles wurde erreicht.
Elon Musks Riesenrakete Starship ist erneut erfolgreich ins All gestartet und hat diesmal erstmals die Erdumlaufbahn erreicht. Damit ist dem Unternehmen ein neuer Meilenstein erreicht. Trotzdem ist nicht alles glatt gelaufen: Statt der geplanten zehn Stunden blieb die Rakete nur drei Stunden im All. Ein Grund dafür wurde zunächst nicht angegeben. In einem Flammenball stürzte die Rakete dann kontrolliert in den Pazifik.
Dieser 14. Start war für Musks Firma einer der wichtigsten. Zum ersten Mal sollte die Rakete echte Nutzlast ins All befördern. An Bord befanden sich 26 aktive Satelliten für das Weltrauminternet Starlink, die vom Starship ausgesetzt wurden. Ersten Informationen von SpaceX zufolge schien auch das anfänglich weitgehend nach Plan zu funktionieren.
Bei ihrem letzten Flug wurde das Manöver bereits erprobt. Die Satelliten verglühten damals nach dem Aussetzen wie geplant in der Atmosphäre.
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Noch viel wichtiger: Bei diesem Flug sollte das gelingen, was SpaceX mit seiner Riesenrakete bislang nicht geschafft hatte: der orbitale Flug. Das heißt, Starship sollte in eine Erdumlaufbahn einschwenken. Das ist auch gelungen: Starship umrundete auf einer Höhe von rund 275 Kilometern die Erde. Geplant war eine Umrundung für etwa zehn Stunden oder sechs vollständige Umläufe – das geschah dann aber nicht. Danach wasserte die Rakete im Pazifik westlich von Chile.
Technische Verbesserungen und Experimente
"Nach Problemen beim vorherigen Testflug wurden sowohl an der Rakete als auch an der Software Änderungen vorgenommen", schrieb SpaceX im Vorfeld. Besonders der Booster, wie die erste Raketenstufe genannt wird, sei überarbeitet worden. Dieser habe wegen Eisansammlungen an den Triebwerken nicht wie geplant landen können.
Auch am Hitzeschild von Starship gab es Neuerungen: Zusätzliche Halterungen und neue Fliesendesigns sollen verhindern, dass Hitzeschutzkacheln verloren gehen. Zwei Kacheln werden sogar zum ersten Mal wiederverwendet. Neben dem Aussetzen der Satelliten werden verschiedene Experimente zur Hitzeschutztechnik durchgeführt.
SpaceX will sein Raketensystem wiederverwenden
Das Starship besteht aus zwei Teilen: dem rund 70 Meter langen Booster Super Heavy und der ebenfalls Starship genannten oberen Stufe mit einer Länge von etwa 50 Metern. Zusammen überragt das System die Freiheitsstatue in New York. Beide Teile sind so ausgelegt, dass sie nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können.
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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa plant, mit dem Starship Astronauten zum Mond zu schicken. SpaceX verfolgt darüber hinaus das Ziel, das System eines Tages für Flüge zum Mars einzusetzen.
spacelaunchschedule.com: "Starlink Group 31-1" (Englisch)
Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
Bildrechte: Steve Haak
Quelle: t-online Digital · Originalartikel












