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Kuriose Meldungen

Italien: Anwohner schikanieren Touristen – Hüttenwirte mit radikaler Lösung

Eine Berghütte in den Apuanischen Alpen, kein Laden weit und breit, dafür aber Anwohner, die Wanderer in Italien bedrohen – und zwei Hüttenwirte, die sich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gezwungen sehen.

Anwohner schikanieren Urlauber Hüttenwirte greifen zu radikaler Lösung

Eine Berghütte in den Apuanischen Alpen, kein Laden weit und breit, dafür aber Anwohner, die Wanderer in Italien bedrohen – und zwei Hüttenwirte, die sich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gezwungen sehen.

Francesca Maria Bertacca Cupit und Andrea Ribolini leiten seit April 2024 die Berghütte Rifugio Adelmo Puliti auf 1.016 Metern Höhe nahe dem toskanischen Bergdorf Arni. Ein Streit um einen Wanderweg zwang sie nach eigenen Angaben zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Nachdem Anwohner Wanderer bedroht, beleidigt und schikaniert haben sollen, weil einer der Zugangswege zum Rifugio Adelmo Puliti an ihren Häusern vorbeiführt, hätten die Hüttenbetreiber die entsprechenden Wegweiser entfernt, berichteten sie der italienischen Zeitung "L'Altramontagna".

Der betroffene Weg ist nach Angaben der beiden Hüttenbetreiber ein offizieller Wanderweg des italienischen Alpenvereins CAI. Als die Beschwerden sich häuften, wandten sich Bertacca Cupit und Ribolini an den CAI und die verantwortliche Gemeinde – doch ohne Ergebnis. Parallel suchten sie eigenständig nach einer Lösung, wie Wanderer weiter den Weg zu ihrer Hütte finden, ohne den Konflikt mit den Anwohnern zu verschärfen. "Wir haben die Wegweiser des Wanderweges entfernt und alle, die uns kontaktiert haben, gebeten, den Pfad zu meiden", erzählten sie.

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Italien: Hüttenwirte finden vergessenen Weg in alten Karten

Eine mögliche neue Route fanden sie schließlich in alten Katasterkarten: eine nicht mehr genutzte Straße, die sie nach eigenen Angaben mit großem Aufwand säuberten und wiederherstellten. Inzwischen ist ihre Hütte über diesen Weg wieder direkt erreichbar.

Auch abseits des Konflikts mit den Anwohnern ist der Betrieb der Hütte für die beiden Italiener aufwendig. In Arni gibt es weder einen Lebensmittelladen noch eine Bäckerei noch eine Bar. Das Dorf ist zudem nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wer die Hütte versorgen will, muss erst zu Fuß nach Arni und dann mit dem Auto weiter ins Tal.

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Eine Einschienenbahn erleichtert inzwischen den Transport vom Dorf hinauf zur Hütte. Früher seien Vorräte mit einer Seilbahn befördert worden, berichteten Bertacca Cupit und Ribolini. Weil die Puliti-Hütte ursprünglich als Hirtenhütte gebaut wurde und keinen Lagerraum hat, müssen die beiden trotzdem fast jede Woche ins Tal.

Hüttenwirte in Italien: "Wir wissen gar nicht, was Übertourismus ist"

Das Rifugio Puliti bietet 25 Schlafplätze in zwei Schlafsälen. Nach Einschätzung der Betreiber reicht das für die Wanderer, die in die Gegend kommen. "Wir wissen hier gar nicht, was Übertourismus ist", sagen Bertacca Cupit und Ribolini.

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Im vergangenen Sommer blieb der Zulauf sogar hinter den Erwartungen zurück. Bertacca Cupit führt das auf die Hitze zurück: Die Wege seien in der Region ungeschützt und felsig, die Temperaturen im Juli und August hätten viele Urlauber abgeschreckt. Um die Saison zu stützen, organisierten die Hüttenwirte Abendwanderungen und weitere Aktionen. "Es gab Zeiten, da dachten wir daran, aufzugeben", sagen die beiden rückblickend. Am Ende hätten sie dennoch beschlossen, zu bleiben.

ildolomiti.it: ""Alcuni abitanti ci hanno costretti a 'cancellare' un sentiero perché non volevano escursionisti in zona: l'overtourism non sappiamo cosa sia"" (Italienisch)

sentieroitalia.cai.it: "Sentiero Italia CAI"

facebook.com: Beitrag von @laltramontagna

Anwohner schikanieren Urlauber Hüttenwirte greifen zu radikaler Lösung

Eine Berghütte in den Apuanischen Alpen, kein Laden weit und breit, dafür aber Anwohner, die Wanderer in Italien bedrohen – und zwei Hüttenwirte, die sich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gezwungen sehen.

Francesca Maria Bertacca Cupit und Andrea Ribolini leiten seit April 2024 die Berghütte Rifugio Adelmo Puliti auf 1.016 Metern Höhe nahe dem toskanischen Bergdorf Arni. Ein Streit um einen Wanderweg zwang sie nach eigenen Angaben zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Nachdem Anwohner Wanderer bedroht, beleidigt und schikaniert haben sollen, weil einer der Zugangswege zum Rifugio Adelmo Puliti an ihren Häusern vorbeiführt, hätten die Hüttenbetreiber die entsprechenden Wegweiser entfernt, berichteten sie der italienischen Zeitung "L'Altramontagna".

Der betroffene Weg ist nach Angaben der beiden Hüttenbetreiber ein offizieller Wanderweg des italienischen Alpenvereins CAI. Als die Beschwerden sich häuften, wandten sich Bertacca Cupit und Ribolini an den CAI und die verantwortliche Gemeinde – doch ohne Ergebnis. Parallel suchten sie eigenständig nach einer Lösung, wie Wanderer weiter den Weg zu ihrer Hütte finden, ohne den Konflikt mit den Anwohnern zu verschärfen. "Wir haben die Wegweiser des Wanderweges entfernt und alle, die uns kontaktiert haben, gebeten, den Pfad zu meiden", erzählten sie.

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Auch abseits des Konflikts mit den Anwohnern ist der Betrieb der Hütte für die beiden Italiener aufwendig. In Arni gibt es weder einen Lebensmittelladen noch eine Bäckerei noch eine Bar. Das Dorf ist zudem nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wer die Hütte versorgen will, muss erst zu Fuß nach Arni und dann mit dem Auto weiter ins Tal.

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Eine Einschienenbahn erleichtert inzwischen den Transport vom Dorf hinauf zur Hütte. Früher seien Vorräte mit einer Seilbahn befördert worden, berichteten Bertacca Cupit und Ribolini. Weil die Puliti-Hütte ursprünglich als Hirtenhütte gebaut wurde und keinen Lagerraum hat, müssen die beiden trotzdem fast jede Woche ins Tal.

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Das Rifugio Puliti bietet 25 Schlafplätze in zwei Schlafsälen. Nach Einschätzung der Betreiber reicht das für die Wanderer, die in die Gegend kommen. "Wir wissen hier gar nicht, was Übertourismus ist", sagen Bertacca Cupit und Ribolini.

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facebook.com: Beitrag von @laltramontagna

Bildrechte: Ellen Ivits

Quelle: t-online Panorama · Originalartikel

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