Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Doch wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und gezielt handelt, kann sein Herz schützen und Lebensjahre gewinnen.
Herzstiftung klärt auf Warum Perfektion für die Herzgesundheit nicht nötig ist
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Doch wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und gezielt handelt, kann sein Herz schützen und Lebensjahre gewinnen.
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 340.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Ursachen sind oft vermeidbar: Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen und Übergewicht gehören zu den größten Risikofaktoren. Der Lebensstil spielt bei diesen und anderen Risikofaktoren eine entscheidende Rolle.
Zum Weltherztag am 29. September klärt die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit dem Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) und der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände über die acht wichtigsten Hebel für ein gesundes Herz auf.
Die "stillen Gefäßkiller" früh erkennen
Thomas Voigtländer, Kardiologe und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, erklärt, dass Bluthochdruck, erhöhtes LDL-Cholesterin und ein zu hoher Blutzucker das Herz und die Gefäße über Jahre schädigen können, ohne dass Betroffene etwas bemerken. Umso wichtiger seien regelmäßige Kontrollen dieser "stillen Gefäßkiller" und ein herzgesunder Lebensstil.
Er empfiehlt, die Werte beim Arzt oder im Rahmen von Routineuntersuchungen regelmäßig überprüfen zu lassen. "Ob beim Haus- und Betriebsarzt oder der Routineuntersuchung beim Frauenarzt: Die Kontrolle der Blutdruck-, Blutfett- und Blutzuckerwerte legt den Grundstein der kardiovaskulären Prävention", erklärt er.
Die acht Hebel für ein starkes Herz
Neben den medizinischen Risikofaktoren gibt es weitere Lebensstilfaktoren, die die Herzgesundheit beeinflussen. "Wer diese Hebel kennt und gezielt nutzt, kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken", so Voigtländer.
Blutdruck kontrollieren: Bluthochdruck ist der häufigste Risikofaktor für Herzkrankheiten, aber auch für Schäden am Gehirn, den Nieren und den Augen. Regelmäßiges Messen – entweder selbst oder in der Apotheke – hilft, erhöhte Werte frühzeitig zu erkennen.
Cholesterinwerte im Blick behalten: Zu hohe LDL-Cholesterinwerte fördern Ablagerungen in den Arterien, die die Durchblutung verschlechtern und zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können.
Rauchfrei leben: Rauchen schädigt die Gefäße und beschleunigt die Verkalkung (Arteriosklerose). Ein Rauchstopp senkt das Herzinfarktrisiko bereits innerhalb der ersten zwei Jahre um die Hälfte.
Gesundes Gewicht erreichen: Übergewicht belastet Herz und Kreislauf und erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen.
Blutzucker kontrollieren: Diabetes mellitus verdoppelt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Regelmäßige Kontrollen helfen, die Werte im Griff zu behalten.
Herzgesunde Ernährung: Eine pflanzenbetonte Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten kann Blutdruck, Cholesterin und Gewicht positiv beeinflussen. Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel sollten reduziert werden. Neun Tipps für eine herzgesunde Ernährung finden Sie hier.
In Bewegung bleiben: Regelmäßige körperliche Aktivität – etwa zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen – stärkt Herz und Kreislauf. Ergänzend hilft Krafttraining, die Muskulatur zu stärken.
Erholsamer Schlaf: Schlafmangel und Schlafstörungen können den Blutdruck und Blutzucker negativ beeinflussen. Ausreichende Erholung ist daher essenziell für die Herzgesundheit.
Wer kann in der Apotheke seinen Blutdruck messen lassen?
Theoretisch können alle Menschen diese Dienstleistung in Anspruch nehmen. Menschen mit diagnostiziertem Bluthochdruck können ihre Blutdruckwerte sogar kostenlos in der Apotheke kontrollieren lassen. Anspruch darauf haben Versicherte einmal innerhalb von zwölf Monaten, wenn sie mindestens einen Blutdrucksenker verordnet bekommen. Bei einer Medikationsänderung verkürzt sich die Frist.
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"Überraschend großer Einfluss": Drei Dinge senken das Infarktrisiko um 60 Prozent
Impfen: Der neunte Herzschutzfaktor
Neben den acht Lebensstilfaktoren spielt auch der Schutz vor Infektionskrankheiten eine wichtige Rolle. "Infektionen wie die echte Grippe können das Risiko für Herzinfarkte deutlich erhöhen", erklärt Voigtländer.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt daher Herzpatienten und älteren Menschen Impfungen gegen Influenza, Pneumokokken, Corona und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV). Diese Impfungen schützen nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen, sondern senken auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Warum Infekte das Herz belasten – und Impfungen es schützen –, erfahren Sie in diesem Artikel.
Oft ähnliche Symptome: Corona, Grippe oder Erkältung? Anzeichen erkennen
Handeln lohnt sich immer – auch im höheren Alter
Für diejenigen, die bisher nicht auf alle Risikofaktoren geachtet haben, hat Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK, eine gute Nachricht. Er erklärt, dass es für Präventionsmaßnahmen nie zu spät sei. "Auch im mittleren Alter lohnt es sich allemal, seine Risikofaktoren anzugehen und zu behandeln", sagt er. So könne man Lebensqualität und gesunde Lebensjahre gewinnen.
Bernhard Schwaab, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, ergänzt: "Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern einfach anzufangen." Wichtig sei, mit einem erreichbaren ersten Schritt zu beginnen – etwa dem Rauchstopp oder regelmäßiger Bewegung.
Sinnlicher Duft: Süß-blumig und elegant: Dieser Parfum-Klassiker duftet nach Spätsommer
Zeitumstellung auf Winterzeit 2026: Wann werden die Uhren umgestellt?
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Wer unsicher ist, welche Maßnahmen für ihn persönlich am wichtigsten sind, sollte sich ärztlich beraten lassen. Smetak erklärt: "Kardiologen können individuelle Risikoprofile erkennen und gemeinsam mit den Patienten eine passende Strategie entwickeln." Auch Apotheken spielen eine wichtige Rolle: Sie bieten niedrigschwellige Blutdruckmessungen an und können bei auffälligen Werten eine ärztliche Abklärung anstoßen.
Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung "Acht Hebel für ein starkes Herz: So nutzen wir sie optimal". (Stand: September 2026)
abda.de: "Standardisierte Risikoerfassung hoher Blutdruck"
Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Doch wer die wichtigsten Risikofaktoren kennt und gezielt handelt, kann sein Herz schützen und Lebensjahre gewinnen.
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 340.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Ursachen sind oft vermeidbar: Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen und Übergewicht gehören zu den größten Risikofaktoren. Der Lebensstil spielt bei diesen und anderen Risikofaktoren eine entscheidende Rolle.
Zum Weltherztag am 29. September klärt die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit dem Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) und der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände über die acht wichtigsten Hebel für ein gesundes Herz auf.
Die "stillen Gefäßkiller" früh erkennen
Thomas Voigtländer, Kardiologe und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, erklärt, dass Bluthochdruck, erhöhtes LDL-Cholesterin und ein zu hoher Blutzucker das Herz und die Gefäße über Jahre schädigen können, ohne dass Betroffene etwas bemerken. Umso wichtiger seien regelmäßige Kontrollen dieser "stillen Gefäßkiller" und ein herzgesunder Lebensstil.
Er empfiehlt, die Werte beim Arzt oder im Rahmen von Routineuntersuchungen regelmäßig überprüfen zu lassen. "Ob beim Haus- und Betriebsarzt oder der Routineuntersuchung beim Frauenarzt: Die Kontrolle der Blutdruck-, Blutfett- und Blutzuckerwerte legt den Grundstein der kardiovaskulären Prävention", erklärt er.
Die acht Hebel für ein starkes Herz
Neben den medizinischen Risikofaktoren gibt es weitere Lebensstilfaktoren, die die Herzgesundheit beeinflussen. "Wer diese Hebel kennt und gezielt nutzt, kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken", so Voigtländer.
Blutdruck kontrollieren: Bluthochdruck ist der häufigste Risikofaktor für Herzkrankheiten, aber auch für Schäden am Gehirn, den Nieren und den Augen. Regelmäßiges Messen – entweder selbst oder in der Apotheke – hilft, erhöhte Werte frühzeitig zu erkennen.
Cholesterinwerte im Blick behalten: Zu hohe LDL-Cholesterinwerte fördern Ablagerungen in den Arterien, die die Durchblutung verschlechtern und zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können.
Rauchfrei leben: Rauchen schädigt die Gefäße und beschleunigt die Verkalkung (Arteriosklerose). Ein Rauchstopp senkt das Herzinfarktrisiko bereits innerhalb der ersten zwei Jahre um die Hälfte.
Gesundes Gewicht erreichen: Übergewicht belastet Herz und Kreislauf und erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen.
Blutzucker kontrollieren: Diabetes mellitus verdoppelt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Regelmäßige Kontrollen helfen, die Werte im Griff zu behalten.
Herzgesunde Ernährung: Eine pflanzenbetonte Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten kann Blutdruck, Cholesterin und Gewicht positiv beeinflussen. Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel sollten reduziert werden. Neun Tipps für eine herzgesunde Ernährung finden Sie hier.
In Bewegung bleiben: Regelmäßige körperliche Aktivität – etwa zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen – stärkt Herz und Kreislauf. Ergänzend hilft Krafttraining, die Muskulatur zu stärken.
Erholsamer Schlaf: Schlafmangel und Schlafstörungen können den Blutdruck und Blutzucker negativ beeinflussen. Ausreichende Erholung ist daher essenziell für die Herzgesundheit.
Wer kann in der Apotheke seinen Blutdruck messen lassen?
Theoretisch können alle Menschen diese Dienstleistung in Anspruch nehmen. Menschen mit diagnostiziertem Bluthochdruck können ihre Blutdruckwerte sogar kostenlos in der Apotheke kontrollieren lassen. Anspruch darauf haben Versicherte einmal innerhalb von zwölf Monaten, wenn sie mindestens einen Blutdrucksenker verordnet bekommen. Bei einer Medikationsänderung verkürzt sich die Frist.
Anzeichen erkennen: Bluthochdruck – diese Symptome können Warnsignale sein
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Neben den acht Lebensstilfaktoren spielt auch der Schutz vor Infektionskrankheiten eine wichtige Rolle. "Infektionen wie die echte Grippe können das Risiko für Herzinfarkte deutlich erhöhen", erklärt Voigtländer.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt daher Herzpatienten und älteren Menschen Impfungen gegen Influenza, Pneumokokken, Corona und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV). Diese Impfungen schützen nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen, sondern senken auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Warum Infekte das Herz belasten – und Impfungen es schützen –, erfahren Sie in diesem Artikel.
Oft ähnliche Symptome: Corona, Grippe oder Erkältung? Anzeichen erkennen
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Für diejenigen, die bisher nicht auf alle Risikofaktoren geachtet haben, hat Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK, eine gute Nachricht. Er erklärt, dass es für Präventionsmaßnahmen nie zu spät sei. "Auch im mittleren Alter lohnt es sich allemal, seine Risikofaktoren anzugehen und zu behandeln", sagt er. So könne man Lebensqualität und gesunde Lebensjahre gewinnen.
Bernhard Schwaab, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, ergänzt: "Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern einfach anzufangen." Wichtig sei, mit einem erreichbaren ersten Schritt zu beginnen – etwa dem Rauchstopp oder regelmäßiger Bewegung.
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Wer unsicher ist, welche Maßnahmen für ihn persönlich am wichtigsten sind, sollte sich ärztlich beraten lassen. Smetak erklärt: "Kardiologen können individuelle Risikoprofile erkennen und gemeinsam mit den Patienten eine passende Strategie entwickeln." Auch Apotheken spielen eine wichtige Rolle: Sie bieten niedrigschwellige Blutdruckmessungen an und können bei auffälligen Werten eine ärztliche Abklärung anstoßen.
Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung "Acht Hebel für ein starkes Herz: So nutzen wir sie optimal". (Stand: September 2026)
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Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
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Bildrechte: Lynn Zimmermann
Quelle: t-online Gesundheit · Originalartikel