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Lifestyle & Hacks

Herbst-Wanderungen: Warum der Berg im Oktober tückischer wird

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen rasch. Wer jetzt wandern geht, muss sich vor allem im Gebirge auf heikle Situationen einstellen.

Wandern im Herbst Diese Gefahren werden schnell unterschätzt

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen rasch. Wer jetzt wandern geht, muss sich vor allem im Gebirge auf heikle Situationen einstellen.

Blauer Himmel, angenehme Temperaturen und eine fantastische Fernsicht: Der Herbst kann eine der schönsten Zeiten zum Wandern sein. Doch gerade jetzt verändert sich die Lage in den Bergen teilweise innerhalb weniger Höhenmeter. Im Tal sitzt man noch im T-Shirt in der Sonne, während weiter oben bereits Schnee und Eis liegen können. Hinzu kommen kurze Tage, feuchtes Laub, Nebel und Hütten, die ihre Saison bereits beendet haben.

"An sonnigen Tagen ist es im Tal noch richtig warm, da denkt niemand daran, dass auf dem Berg bereits Schnee liegen kann", sagt DAV-Bergsportexperte Stefan Winter. Bereits ab einer Höhe von etwa 1.600 Metern können teilweise winterliche Bedingungen herrschen. Gipfel ab rund 2.000 Metern können im Herbst je nach Bedingungen sogar Zusatzausrüstung wie Grödel oder Steigeisen erforderlich machen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Höhe. Auf Nordseiten und in schattigen Bereichen können Schnee und Eis deutlich länger liegen bleiben als auf sonnenbeschienenen Südhängen.

Rat: Warum Bergsteigen kein harmloser Wanderausflug ist

Richtig bergab gehen: Fünf Tipps für die Bergtour

Oktobertage sind im Schnitt vier Stunden "kürzer" als Julitage. Während eine Stunde Verspätung im Sommer für Wanderer womöglich nur lästig ist, kann sie im Herbst den Abstieg im Dunkeln und bei stark fallenden Temperaturen bedeuten. Der DAV empfiehlt deshalb, früher aufzubrechen, eher kürzere Touren auszuwählen und rechtzeitig umzukehren. Eine Stirnlampe samt Ersatzakku beziehungsweise Powerbank gehört im Herbst in den Rucksack.

In schattigen Waldpassagen können Wege den ganzen Tag feucht bleiben. Blätter verdecken außerdem Wurzeln, Steine und Unebenheiten. Hinzu kommen Raureif und Frost. Interessant ist in dem Zusammenhang wieder der Höhenunterschied. Im Tal können Nebel und Kälte festhängen, während oben die Sonne scheint. Wer verschwitzt vom sonnigen Gipfel wieder in einen kalten Wald hinabsteigt, sollte besonders vorsichtig sein. Tragen Sie Schuhe mit kräftiger Profilsohle. Wanderstöcke können zusätzlich die Balance verbessern.

Service: Wie finden Sie die richtigen Wanderschuhe?

Selbst eine dünne Schneedecke verdeckt im felsigen Gelände Löcher und Unebenheiten. Auf harten oder vereisten Schneefeldern droht zudem ein unkontrolliertes Abrutschen. "Wer auf einem harten, steilen Schneefeld ausrutscht, erreicht schon nach wenigen Metern annähernd dieselbe Geschwindigkeit wie im freien Fall", warnt Winter. Schnee- und Eispassagen sollten deshalb möglichst umgangen werden. Wer nicht über die notwendige Ausrüstung und Erfahrung verfügt, sollte umkehren.

Dazu kommt ein weniger offensichtliches Problem: Schnee kostet Kraft. Wer bei jedem Schritt einsinkt, benötigt erheblich mehr Energie als auf einem normalen Wanderweg.

Was im Herbst in den Rucksack gehört

Zusätzlich zur üblichen Wanderausrüstung sollten warme Kleidung beziehungsweise Fleece, Regen- und Windschutz, Mütze, Handschuhe, Stirnlampe, eine Powerbank oder ein Ersatzakku, Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke oder Biwaksack in den Rucksack. Wichtig ist auch ausreichend Proviant und bei entsprechenden Bedingungen Grödel beziehungsweise Steigeisen.

5. Die Hütte kann längst geschlossen sein

Eine Hütte auf der Karte ist im Herbst nicht automatisch eine geöffnete Hütte. Nach Angaben des DAV haben Hütten in mittleren Höhenlagen häufig bis Mitte Oktober oder länger geöffnet. Hochgebirgshütten schließen dagegen teilweise bereits Mitte September. Und die angegebenen Termine sind keine Garantie: Je nach Wetter können Hütten kurzfristig früher schließen. Es wird deshalb empfohlen, die Öffnungszeiten unmittelbar vor der Tour zu überprüfen und im Zweifel bei den Hüttenwirten nachzufragen.

Tipps für Outdoor-Fans: Wandern im Herbst: Ausrüstung und Tipps

Outdoor im Herbst: Herbstwandern in Deutschland: Die besten Touren in den Bergen

Für den Ernstfall: So erkennen Sie Unwettergefahr beim Wandern

6. Der Wetterbericht fürs Tal reicht nicht

Im Herbst können die Unterschiede zwischen Tal, Gipfel sowie Nord- und Südseite eines Berges erheblich sein. Unmittelbar vor der Tour sollte deshalb das Bergwetter überprüft werden. Heißt: Webcams von Hütten, Bergbahnen oder Tourismusregionen im Internet anwählen. Sie zeigen das Live-Wetter und damit, ob beispielsweise bereits Schnee liegt oder Nebel die Sicht behindert.

alpenverein.de: "Gut vorbereitet in die goldene Jahreszeit: Tipps für sicheres Wandern im Herbst"

alpenverein.de: "Wandern im Herbst: Tipps vom DAV"

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Blauer Himmel, angenehme Temperaturen und eine fantastische Fernsicht: Der Herbst kann eine der schönsten Zeiten zum Wandern sein. Doch gerade jetzt verändert sich die Lage in den Bergen teilweise innerhalb weniger Höhenmeter. Im Tal sitzt man noch im T-Shirt in der Sonne, während weiter oben bereits Schnee und Eis liegen können. Hinzu kommen kurze Tage, feuchtes Laub, Nebel und Hütten, die ihre Saison bereits beendet haben.

"An sonnigen Tagen ist es im Tal noch richtig warm, da denkt niemand daran, dass auf dem Berg bereits Schnee liegen kann", sagt DAV-Bergsportexperte Stefan Winter. Bereits ab einer Höhe von etwa 1.600 Metern können teilweise winterliche Bedingungen herrschen. Gipfel ab rund 2.000 Metern können im Herbst je nach Bedingungen sogar Zusatzausrüstung wie Grödel oder Steigeisen erforderlich machen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Höhe. Auf Nordseiten und in schattigen Bereichen können Schnee und Eis deutlich länger liegen bleiben als auf sonnenbeschienenen Südhängen.

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Richtig bergab gehen: Fünf Tipps für die Bergtour

Oktobertage sind im Schnitt vier Stunden "kürzer" als Julitage. Während eine Stunde Verspätung im Sommer für Wanderer womöglich nur lästig ist, kann sie im Herbst den Abstieg im Dunkeln und bei stark fallenden Temperaturen bedeuten. Der DAV empfiehlt deshalb, früher aufzubrechen, eher kürzere Touren auszuwählen und rechtzeitig umzukehren. Eine Stirnlampe samt Ersatzakku beziehungsweise Powerbank gehört im Herbst in den Rucksack.

In schattigen Waldpassagen können Wege den ganzen Tag feucht bleiben. Blätter verdecken außerdem Wurzeln, Steine und Unebenheiten. Hinzu kommen Raureif und Frost. Interessant ist in dem Zusammenhang wieder der Höhenunterschied. Im Tal können Nebel und Kälte festhängen, während oben die Sonne scheint. Wer verschwitzt vom sonnigen Gipfel wieder in einen kalten Wald hinabsteigt, sollte besonders vorsichtig sein. Tragen Sie Schuhe mit kräftiger Profilsohle. Wanderstöcke können zusätzlich die Balance verbessern.

Service: Wie finden Sie die richtigen Wanderschuhe?

Selbst eine dünne Schneedecke verdeckt im felsigen Gelände Löcher und Unebenheiten. Auf harten oder vereisten Schneefeldern droht zudem ein unkontrolliertes Abrutschen. "Wer auf einem harten, steilen Schneefeld ausrutscht, erreicht schon nach wenigen Metern annähernd dieselbe Geschwindigkeit wie im freien Fall", warnt Winter. Schnee- und Eispassagen sollten deshalb möglichst umgangen werden. Wer nicht über die notwendige Ausrüstung und Erfahrung verfügt, sollte umkehren.

Dazu kommt ein weniger offensichtliches Problem: Schnee kostet Kraft. Wer bei jedem Schritt einsinkt, benötigt erheblich mehr Energie als auf einem normalen Wanderweg.

Was im Herbst in den Rucksack gehört

Zusätzlich zur üblichen Wanderausrüstung sollten warme Kleidung beziehungsweise Fleece, Regen- und Windschutz, Mütze, Handschuhe, Stirnlampe, eine Powerbank oder ein Ersatzakku, Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke oder Biwaksack in den Rucksack. Wichtig ist auch ausreichend Proviant und bei entsprechenden Bedingungen Grödel beziehungsweise Steigeisen.

5. Die Hütte kann längst geschlossen sein

Eine Hütte auf der Karte ist im Herbst nicht automatisch eine geöffnete Hütte. Nach Angaben des DAV haben Hütten in mittleren Höhenlagen häufig bis Mitte Oktober oder länger geöffnet. Hochgebirgshütten schließen dagegen teilweise bereits Mitte September. Und die angegebenen Termine sind keine Garantie: Je nach Wetter können Hütten kurzfristig früher schließen. Es wird deshalb empfohlen, die Öffnungszeiten unmittelbar vor der Tour zu überprüfen und im Zweifel bei den Hüttenwirten nachzufragen.

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6. Der Wetterbericht fürs Tal reicht nicht

Im Herbst können die Unterschiede zwischen Tal, Gipfel sowie Nord- und Südseite eines Berges erheblich sein. Unmittelbar vor der Tour sollte deshalb das Bergwetter überprüft werden. Heißt: Webcams von Hütten, Bergbahnen oder Tourismusregionen im Internet anwählen. Sie zeigen das Live-Wetter und damit, ob beispielsweise bereits Schnee liegt oder Nebel die Sicht behindert.

alpenverein.de: "Gut vorbereitet in die goldene Jahreszeit: Tipps für sicheres Wandern im Herbst"

alpenverein.de: "Wandern im Herbst: Tipps vom DAV"

Bildrechte: Dorothea Meadows

Quelle: t-online Leben · Originalartikel

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