Im Block-Prozess geht die Beweisaufnahme dem Ende entgegen. Nun haben sich erstmals die Kinder von Christina Block öffentlich geäußert.
Nacht der Entführung Block-Tochter: "Ich habe ihn noch nie so schreien gehört"
Im Block-Prozess geht die Beweisaufnahme dem Ende entgegen. Nun haben sich erstmals die Kinder von Christina Block öffentlich geäußert.
In der Silvesternacht 2023/24 wurden in Dänemark die Kinder der Steakhaus-Erbin Christina Block entführt und deren Vater, Stephan Hensel, von maskierten Männern niedergeschlagen. Die beiden Kinder, Klara und Theo, wurden von den Entführern nach Süddeutschland gebracht, wo sie schließlich von der Mutter in Empfang genommen wurden. Vorausgegangen war ein erbitterter Sorgerechtsstreit zwischen Block und ihrem Ex-Mann Hensel.
Christina Block steht seit Juli 2025 in Hamburg vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, die Entführung der Kinder in Auftrag gegeben zu haben, um diese der Obhut des Vaters zu entreißen. Nun spricht die heute fast 16-jährige Klara Block erstmals öffentlich über die Nacht ihrer Entführung an Silvester 2023/24. In einem Podcast der Wochenzeitung "Die Zeit" berichten auch ihr Bruder Theo und Vater Stephan Hensel über den Abend in Gråsten in Dänemark – und über die Angst, die sie bereits im Vorfeld hatten.
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Demnach hatten Hensel und seine neue Lebensgefährtin an Silvester sogar erwogen, auf das Feuerwerk am Hafen von Gråsten zu verzichten. Schließlich gingen sie dennoch hin. Trotz des Sorgerechtsstreits, den Hensel mit der Mutter Christina Block zu jener Zeit ausfocht, wollten sie den Kindern einen möglichst normalen Abend ermöglichen. Doch plötzlich seien mehrere schwarz gekleidete, vermummte Männer aufgetaucht.
Klara erinnert sich an die Schreie ihres Vaters: "Ich habe ihn noch nie so schreien gehört, es war fürchterlich." Kurz darauf habe auch ihr Bruder Theo geschrien. "Ich wusste sofort, was passiert ist", so Klara Block.
Stephan Hensel schildert im Podcast, wie mehrere der Männer auf ihn zustürmten, ihn zu Boden brachten und schlugen – während seine Kinder alles mit ansehen mussten. Die damals 13-jährige Klara beschreibt, wie sie sah, dass ihr Bruder Theo (damals 10 Jahre alt) in ein Auto gebracht wurde. Dann wurde auch sie laut eigener Aussage zu Boden gestoßen und in den Fluchtwagen gezerrt.
Klara Block: Habe versucht, meinen Bruder zu schützen
Besonders im Gedächtnis geblieben sei ihr bis heute der Geruch des Handschuhs ihres Angreifers. "Ich habe die ganze Zeit geschrien. Auf Dänisch, auf Englisch, auf Deutsch", sagt sie im Podcast. Im Wagen habe sie vor allem versucht, ihren jüngeren Bruder zu schützen, der unter ihr lag. Theo habe mehrfach einen Alarmknopf gedrückt, der mit der Polizei verbunden gewesen sei, berichtet Klara. "Theo meinte, er bekommt keine Luft." Als sie sich bewegt habe, sei sie von einem der Entführer angeherrscht worden: "Be quiet now" ("Sei still jetzt").
Unter Tränen erzählt Klara im Podcast auch von der Sorge, die sie um ihren Vater hatte. Sie habe die Entführer gefragt, was man mit ihm gemacht habe und ob ein Messer benutzt worden sei: "Ich habe wirklich gedacht, dass er tot ist."
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Unterdessen nähert sich der Prozess in Hamburg dem Ende. Vor dem Landgericht wird derzeit noch verhandelt, die Beweisaufnahme soll jedoch in Kürze abgeschlossen sein. Die Staatsanwaltschaft wirft Christina Block vor, die gewaltsame Rückholung ihrer Kinder aus Dänemark organisiert zu haben. Die Unternehmerin weist die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
zeit.de: "Ich höre meinen Vater schreien. Kurz danach meinen Bruder"
bild.de: Block-Tochter spricht erstmals über Entführungsnacht
ndr.de: Block-Entführung: Was über die Hintergründe bekannt ist
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Bildrechte: Christoph Cöln
Quelle: t-online Panorama · Originalartikel












