Im Herbst verbringen Menschen wieder mehr Zeit gemeinsam in geschlossenen Räumen. Neben Erkältungen nehmen dadurch auch Infektionen mit dem Coronavirus zu.
Infektionszeit beginnt Was steckt hinter der Corona-Variante "American Covid"?
Im Herbst verbringen Menschen wieder mehr Zeit gemeinsam in geschlossenen Räumen. Neben Erkältungen nehmen dadurch auch Infektionen mit dem Coronavirus zu.
Husten, Halsschmerzen und Erschöpfung: Mit der kalten Jahreszeit kommt es vermehrt zu Atemwegsinfektionen. Dazu gehören zunehmend auch solche, die durch das Coronavirus verursacht werden.
In einigen Medienberichten liest man mitunter von der Corona-Variante "American Covid". Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine neue Variante. Die wichtigsten Informationen im Überblick.
Was steckt hinter "American Covid"?
Bei der Corona-Variante "American Covid" handelt es sich um die seit letztem Jahr dominierende Variante XFG, auch "Stratus" genannt. XFG gehört zur Omikron-Familie. In Deutschland lag der Anteil von XFG in nachgewiesenen Proben zuletzt bei knapp 50 Prozent, gefolgt von den Varianten NB.1.8.1 und BA.3.2.
"American Covid" ist keine offizielle Bezeichnung. Der UK Health Security Agency zufolge fand sie den Eingang in die Medien wahrscheinlich, weil Fachleute die Variante zuerst in den USA entdeckt und sequenziert hatten.
Welche Symptome verursacht die Corona-Variante?
Experten unterscheiden bei den Symptomen nicht mehr zwischen den verschiedenen Varianten des Coronavirus. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge betrifft Covid-19 vor allem die Atemwege, kann sich aber von Mensch zu Mensch stark unterscheiden. Die Beschwerden können vielfältig und teilweise unspezifisch sein. Einen allgemeingültigen "typischen" Krankheitsverlauf gibt es deshalb nicht.
Zu den häufigen Krankheitszeichen gehören jedoch:
Schnupfen (Entzündung der Nasenschleimhaut; verursacht laufende oder verstopfte Nase und Niesreiz)
Einige Erkrankte leiden zudem unter Kurzatmigkeit oder Atemnot, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Seit dem Erscheinen der neueren Covid-Varianten, zu denen auch XFG gehört, tauchen Symptome wie Geschmacks- oder Geruchsverlust seltener auf als früher. Auch Beschwerden des Nervensystems, der Haut (Hautausschläge) oder des Herz-Kreislauf-Systems treten seltener auf. Erkrankte erholen sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Wie sich eine Corona-Infektion von einer Erkältung, Grippe oder RSV-Infektion unterscheidet, lesen Sie hier.
Wie gefährlich ist "American Covid"?
Bisher sprechen die Daten nicht dafür, dass XFG schwerere Erkrankungen verursacht als andere zirkulierende Varianten. Schwere Covid-19-Verläufe treten heute deutlich seltener auf als zu Beginn der Pandemie. Das liegt zum einen an den seit 2022 vorherrschenden Omikron-Varianten. Zum anderen verfügen viele Menschen durch Impfungen und frühere Infektionen inzwischen über einen gewissen Immunschutz. Letzteres ist der Grund, warum die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung in diesem Jahr angepasst hat.
Wie ist die aktuelle Infektionslage?
In der 39. Kalenderwoche, also vom 21. bis 27. September 2026, erreichte die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen rund 8.000 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. In der Vorwoche waren es noch etwa 6.600. Hochgerechnet entspricht der aktuelle Wert etwa 6,6 Millionen neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankungen in Deutschland innerhalb einer Woche. Das RKI spricht allerdings von einer für diese Jahreszeit üblichen Entwicklung.
Derzeit zirkulieren vor allem Erkältungsviren. Erfahrungsgemäß verbreitet sich anschließend das Coronavirus. Zum Jahresende und zum Beginn des nächsten Jahres wird erwartet, dass auch Grippe- und RS-Viren wieder eine größere Rolle spielen werden.
Wer Fieber hat oder sich zu krank für Arbeit und Alltag fühlt, sollte nach Möglichkeit zu Hause bleiben, sich ausruhen und den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Wer das Haus verlassen muss, kann mit einer gut sitzenden, mehrlagigen Maske das Übertragungsrisiko senken. Experten raten außerdem dazu, Menschenmengen und schlecht gelüftete Räume zu meiden, regelmäßig die Hände zu waschen und in die Armbeuge zu husten oder zu niesen.
Verschiedene Erreger, ähnliche Symptome: Corona, Grippe oder Erkältung? Das sind die Anzeichen
Unterschiedliche Anzeichen: Corona, Grippe oder nur erkältet? Daran erkennen Sie die Infektionen
Saison der Infekte beginnt: Erkältungen nehmen zu – welche Erreger kommen als nächstes?
Eine Corona-Impfung verringert das Risiko für einen schweren Verlauf. Die Stiko empfiehlt ab der Saison 2026/27 allen Menschen ab 75 Jahren eine jährliche Auffrischung, möglichst noch im Frühherbst. Unabhängig vom Alter gilt die Empfehlung weiterhin für bestimmte Risikogruppen, wie Menschen mit Vorerkrankungen, Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie bestimmtes medizinisches und pflegerisches Personal.
ukhsa.blog.gov.uk: "Should we be worried about the current COVID-19 variants?" (Stand: Oktober 2026; englisch)
rki.de: "SARS-CoV-2 und COVID-19" (Stand: Oktober 2026)
rki.de: "ARE-Wochenbericht" (Stand: Oktober 2026)
Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Antibiotika vor oder nach dem Essen?
BMI-Rechner für Kinder & Jugendliche
Untersuchungen & Behnadlungen von A-Z
Infektionszeit beginnt Was steckt hinter der Corona-Variante "American Covid"?
Im Herbst verbringen Menschen wieder mehr Zeit gemeinsam in geschlossenen Räumen. Neben Erkältungen nehmen dadurch auch Infektionen mit dem Coronavirus zu.
Husten, Halsschmerzen und Erschöpfung: Mit der kalten Jahreszeit kommt es vermehrt zu Atemwegsinfektionen. Dazu gehören zunehmend auch solche, die durch das Coronavirus verursacht werden.
In einigen Medienberichten liest man mitunter von der Corona-Variante "American Covid". Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine neue Variante. Die wichtigsten Informationen im Überblick.
Was steckt hinter "American Covid"?
Bei der Corona-Variante "American Covid" handelt es sich um die seit letztem Jahr dominierende Variante XFG, auch "Stratus" genannt. XFG gehört zur Omikron-Familie. In Deutschland lag der Anteil von XFG in nachgewiesenen Proben zuletzt bei knapp 50 Prozent, gefolgt von den Varianten NB.1.8.1 und BA.3.2.
"American Covid" ist keine offizielle Bezeichnung. Der UK Health Security Agency zufolge fand sie den Eingang in die Medien wahrscheinlich, weil Fachleute die Variante zuerst in den USA entdeckt und sequenziert hatten.
Welche Symptome verursacht die Corona-Variante?
Experten unterscheiden bei den Symptomen nicht mehr zwischen den verschiedenen Varianten des Coronavirus. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge betrifft Covid-19 vor allem die Atemwege, kann sich aber von Mensch zu Mensch stark unterscheiden. Die Beschwerden können vielfältig und teilweise unspezifisch sein. Einen allgemeingültigen "typischen" Krankheitsverlauf gibt es deshalb nicht.
Zu den häufigen Krankheitszeichen gehören jedoch:
Schnupfen (Entzündung der Nasenschleimhaut; verursacht laufende oder verstopfte Nase und Niesreiz)
Einige Erkrankte leiden zudem unter Kurzatmigkeit oder Atemnot, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Seit dem Erscheinen der neueren Covid-Varianten, zu denen auch XFG gehört, tauchen Symptome wie Geschmacks- oder Geruchsverlust seltener auf als früher. Auch Beschwerden des Nervensystems, der Haut (Hautausschläge) oder des Herz-Kreislauf-Systems treten seltener auf. Erkrankte erholen sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Wie sich eine Corona-Infektion von einer Erkältung, Grippe oder RSV-Infektion unterscheidet, lesen Sie hier.
Wie gefährlich ist "American Covid"?
Bisher sprechen die Daten nicht dafür, dass XFG schwerere Erkrankungen verursacht als andere zirkulierende Varianten. Schwere Covid-19-Verläufe treten heute deutlich seltener auf als zu Beginn der Pandemie. Das liegt zum einen an den seit 2022 vorherrschenden Omikron-Varianten. Zum anderen verfügen viele Menschen durch Impfungen und frühere Infektionen inzwischen über einen gewissen Immunschutz. Letzteres ist der Grund, warum die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung in diesem Jahr angepasst hat.
Wie ist die aktuelle Infektionslage?
In der 39. Kalenderwoche, also vom 21. bis 27. September 2026, erreichte die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen rund 8.000 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. In der Vorwoche waren es noch etwa 6.600. Hochgerechnet entspricht der aktuelle Wert etwa 6,6 Millionen neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankungen in Deutschland innerhalb einer Woche. Das RKI spricht allerdings von einer für diese Jahreszeit üblichen Entwicklung.
Derzeit zirkulieren vor allem Erkältungsviren. Erfahrungsgemäß verbreitet sich anschließend das Coronavirus. Zum Jahresende und zum Beginn des nächsten Jahres wird erwartet, dass auch Grippe- und RS-Viren wieder eine größere Rolle spielen werden.
Wer Fieber hat oder sich zu krank für Arbeit und Alltag fühlt, sollte nach Möglichkeit zu Hause bleiben, sich ausruhen und den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Wer das Haus verlassen muss, kann mit einer gut sitzenden, mehrlagigen Maske das Übertragungsrisiko senken. Experten raten außerdem dazu, Menschenmengen und schlecht gelüftete Räume zu meiden, regelmäßig die Hände zu waschen und in die Armbeuge zu husten oder zu niesen.
Verschiedene Erreger, ähnliche Symptome: Corona, Grippe oder Erkältung? Das sind die Anzeichen
Unterschiedliche Anzeichen: Corona, Grippe oder nur erkältet? Daran erkennen Sie die Infektionen
Saison der Infekte beginnt: Erkältungen nehmen zu – welche Erreger kommen als nächstes?
Eine Corona-Impfung verringert das Risiko für einen schweren Verlauf. Die Stiko empfiehlt ab der Saison 2026/27 allen Menschen ab 75 Jahren eine jährliche Auffrischung, möglichst noch im Frühherbst. Unabhängig vom Alter gilt die Empfehlung weiterhin für bestimmte Risikogruppen, wie Menschen mit Vorerkrankungen, Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie bestimmtes medizinisches und pflegerisches Personal.
ukhsa.blog.gov.uk: "Should we be worried about the current COVID-19 variants?" (Stand: Oktober 2026; englisch)
rki.de: "SARS-CoV-2 und COVID-19" (Stand: Oktober 2026)
rki.de: "ARE-Wochenbericht" (Stand: Oktober 2026)
Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Antibiotika vor oder nach dem Essen?
BMI-Rechner für Kinder & Jugendliche
Untersuchungen & Behnadlungen von A-Z
Bildrechte: Lynn Zimmermann
Quelle: t-online Gesundheit · Originalartikel